31
Aug
2013

private Pflegezusatzversicherung

Wenn Sie sich gegen das ernst zunehmende Risiko der Pflegebedürftigkeit absichern möchten, dann stellt sich

nur noch die Frage über welche private Pflegezusatzversicherung? Wichtig für Sie, dass es bei der privaten

Pflegezusatzversicherung vorallem zwei weitverbreitete Arten gibt: Erstens die Pflegekostenversicherung und

zweitens die Pflegetagegeldversicherung.

Pflegekostenversicherung

Eine solche private Pflegezusatzversicherung kann die Versorgungslücke der gesetzlichen (bzw. privaten)

Pflegeversicherung meist ausreichend schließen. Bei Pflegestufe III mit Pflegeheimunterbringung z.B. meist

über 1.490 EUR pro Monat (Stand 2010 – angenommene Kosten für die Unterbringung in einem Pflegeheim mit

mind. 3.000 EUR pro Monat). Allerdings wird von dieser Form der Pflegezusatzversicherung nur max. bis zum

tatsächlich für die Pflege gezahlten Eurobetrag geleistet. Der große Haken bei dieser

Pflegezusatzversicherung: Alle Kosten müssen durch Rechnungen nachgewiesen werden. Lassen Sie sich also

durch einen Angehörigen pflegen, erhalten Sie in den meisten Fällen überhaupt kein Geld bzw. mindestens

deutlich weniger ausbezahlt. Demnach sollten Sie nur dann eine solche private Pflegezusatzversicherung in

Betracht ziehen, wenn sie in jedem Falle professionelle Pflegekräfte in Anspruch nehmen bzw. sich stationär

pflegen lassen. Die monatlichen Beiträge einer solchen Pflegezusatzversicherung schwanken bei einem 45

jährigen Mann je nach Gesellschaft zw. 20 EUR – 70 EUR monatlich. (bei einem 25 jährigen nur zwischen 10

und 20 EUR) Frauen zahlen etwas darüber.

Pflegetagegeldversicherung

Im Gegensatz zur Pflegekostenversicherung lässt sich in der Pflegetagegeldversicherung ein klarer

Euro-Betrag vereinbaren, der im Leistungsfall jeden Tag vom Versicherer gezahlt wird. Dabei ist es dann bei

den meisten Versicherern egal, ob Sie sich von einem Verwandten oder einer Fachkraft pflegen lassen. Aus

diesem Grund schließen auch die meisten diese Form der privaten Pflegezusatzversicherung ab. Die

monatlichen Beiträge einer solchen Pflegezusatzversicherung schwankt bei einem 45 jährigen Mann je nach

Anbieter zw. 7,5 EUR – 60 EUR monatlich (bei einem 25 jährigen sind es nur zwischen 3 EUR und 23 EUR). Auch

hier gibt es also wieder extreme Beitragsunterschiede. Diese großen Preisunterschiede kommen zum einen

dadurch zustande, dass jede private Pflegezusatzversicherung einen anderen Kostenfaktor der Versicherten

für das Risiko Pflegebedürftigkeit ermittelt. Ein weitere Grund ist der, dass fast jeder Versicherer im

Tarifblock unterschiedliche Leistungen für die anderen Pflegestufen I + II vorsieht. Manche Gesellschaften

leisten bei Pflegestufe I überhaupt nicht. Hier ist es sehr wichtig die Gesellschaften zu vergleichen und

sich dann auch darüber bewusst zu werden für welchen Preis Mann oder Frau bereit ist, in welcher Stufe

wieviel der Versorgungslücke zu schließen. Grundsätzlich raten wir vorallem jungen Menschen, nur Tarife

abzuschließen die auch die Pflegestufe I beinhalten. Da ältere Menschen meist mehr Vermögen als jüngere

Menschen bestitzen, sollten diese selbst abwägen, ob Sie bereit sind bei Pflegestufe I die volle

Versorgungslücke aus eigener Tasche zu tragen.
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